Achtsamkeit geht überall – Guide #2

By September 6, 2018Achtsamkeit

Jeder Mensch hat seinen eigenen Ort der Ruhe. Einen Ort, an dem nichts zu stören scheint, an dem die Welt in Ordnung ist und die Sorgen des Alltags vergessen werden. Vielleicht ist es ein Raum im eigenen Haus, der Garten der Oma oder ein bestimmter Strand in Spanien. Vielleicht ist es aber auch ein Gegenstand. Oder eine Person. Es könnte alles sein. 

Egal was es ist, solch ein Ruhe-Pol ist etwas wunderbares. Doch was passiert in den Momenten, in denen unser Ruhe-Pol nicht bei uns ist? In denen wir uns nur so sehr nach Ruhe und Entspannung sehnen, dass der gegenwertige Moment, in dem wir uns befinden, uns verrückt macht, weil er uns keine Ruhe bietet. Das sind die Momente, die Stress und Anspannung in unserem Leben erzeugen. Und gegen die muss etwas getan werden.

Dazu beginnen wir mit der folgenden Übung: bleib sitzen, wo du gerade bist. Schau dich um, und nimm den ersten Gegnstand, an dem dein Blick hängen bleibt in die Hand. Vielleicht ist es eine Blüte, ein Stein oder ein Kugelschreiber. Und nun lenke deine ganze Konzentration auf diesen Gegenstand. 

Betrachte dein Objekt, als wäre gerade das erste Mal in deinem Leben, dass du es siehst. 

In welcher Farbe ist es? Wie ist es geformt? Welche Besonderheiten hat es?

Betrachte jedes Detail, ohne es zu beurteilen. Nimm es einfach so hin. 

Fokussiere dich nun auf das Ertasten. 

Berühre das Objekt mit deinen Fingerspitzen und finde heraus, wie es sich anfühlt. Rau? Glatt? Strukturiert? Weich? Kalt?

Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit auf deinen Gegenstand gerichtet. Wenn deine Gedanken abschweifen, bringe sie einfach wieder zu ihm zurück. 

Verbleibe in dieser Haltung. Akzeptiere dein Objekt so wie es ist. Bewerte es nicht nach Aussehen oder Nützlichkeit. 

Sobald du dazu bereit bist, kannst du deine Aufmerksamkeit wieder auf den gegenwertigen Moment richten.

Herzlichen Glückwunsch! Du hast gerade Achtsamkeit praktiziert. Keine Sorge, wenn es dein erstes Mal war, kann es gut sein, dass du noch nicht ganz überzeugt von deinem Ergebnis bist. Achtsamkeit bedarf Übung. Wiederhole diese Übung regelmäßig und du wirst sehen, wie sich etwas in dir verändern wird. 

Wie wäre es, wenn du beim nächsten Mal ein Nahrungsmittel als Gegenstand nimmst? Zum Beispiel eine Traube oder Kirsche. Betrachte und betaste sie dann nicht nur, sondern schmecke auch. Und erzähle uns von deinen Erfahrungen!

Was wir mit dieser Übung lernen wollen ist folgendes: auch wenn unser Ruhe-Pol nicht bei uns ist, heißt es nicht, dass wir die Ruhe nicht auch in etwas anderem finden können. Im Büro können wir achtsam einen Kugelschreiber betrachten. Oder falls es uns lieber ist ein Blatt, welches vom Baum gefallen ist. Wir müssen nicht zu einem bestimmten Ort reisen oder bei einer gewissen Person sein, um innerlich zur Ruhe zu kommen. Wir haben andere Möglichkeiten dazu, welche es immer und überall auf der Welt gibt. 

Wir hoffen sehr, dass wir euch mit unserem zweiten Teil des Achtsamkeit Guides schon ein Stück weiter bringen konnten!

Und natürlich freuen wir uns über Berichte!

Auf einen achtsamen Tag,

Euer Isolabella-Team

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